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Montag, 9. November 2026 – 18:00 – 19:30
palisa.de Tagungs- und Veranstaltungszentrum

Wertekompass Westen - schafft die freie Gesellschaft sich selbst ab?

Hybrid
Diskussion

Westliche Werte wurden lange als Synonym für individuelle Freiheit, liberale Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit verstanden. In den letzten Jahren wird häufig über ein „Ende der westlichen Wertegemeinschaft“ gesprochen – meist mit Blick auf geopolitische Verschiebungen und das transatlantische Verhältnis. Weniger beachtet wird jedoch eine zweite, mindestens ebenso entscheidende Entwicklung: Die Grundlagen unserer freiheitlichen Demokratie werden zunehmend von innen in Frage gestellt – durch extremistische Akteure unterschiedlicher Prägung (links, rechts, islamistisch), aber auch durch Milieus und Arenen, die sich selbst als moralische Instanzen verstehen: Teile von Universitäten, Kunst- und Kulturbetrieb, Influencer-Ökosysteme, aktivistische Straßenmobilisierung. Bis weit in die gesellschaftliche Mitte gilt es inzwischen mancherorts als moralisch geboten, „den Westen“ pauschal für globales Übel verantwortlich zu machen. Dieses Muster zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern in weiten Teilen der westlichen Welt. Die Leitfrage lautet daher: Wie kann eine Gesellschaft zu ihren Werten stehen und sie gegen Feinde im Inneren und Äußeren verteidigen, wenn sie ihre eigenen Werte zunehmend in Frage stellt und delegitimiert? Das Podium setzt hier an: nicht als Kulturkampf, sondern als Analyse des Kernkonflikts unserer Zeit und mit einem konkreten Handlungs-Kompass.

Podiumsdiskussion live vor Publikum mit begleitendem Livestream.

Ort:
palisa.de Tagungs- und Veranstaltungszentrum
Palisadenstr. 48, 10243 Berlin