Eine Grafik mit dem Text: "Conflict-Related Sexual Violence: Terror, Trauama and Justice", November 11, 2026, 6pm. Der Veranstalter ist das AJC Berlin Ramer Institute.
zum Programm
Mittwoch, 11. November 2026 – 18:00 – 21:00
Axel Springer Neubau

Sexualisierte Gewalt in Konflikten: Terror, Trauma und Gerechtigkeit

Vor Ort
Vortrag

Sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten wird mittlerweile als Gewalt anerkannt, die gezielt als Mittel der Kriegsführung eingesetzt werden kann. Vor allem im Kontext von Terror wird sexualisierte Gewalt als Waffe eingesetzt, um Menschen zu terrorisieren, zu demütigen und zu unterwerfen und ganze Gemeinschaften nachhaltig zu treffen.

Welche Funktion erfüllt diese Form der Gewalt? Welche langfristigen Folgen hat sie für die Betroffenen und ihre Gemeinschaften? Warum stoßen Berichte über sexualisierte Gewalt immer wieder auf Schweigen, Relativierung oder Leugnung – und welche Folgen hat dies für die Betroffenen und die gesellschaftliche Aufarbeitung? Was braucht es, damit die Verbrechen anerkannt, dokumentiert und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden?

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die deutsche Veröffentlichung des Dinah Reports „Auf der Suche nach Gerechtigkeit. Der 7. Oktober und darüber hinaus“. Die Publikation des Dinah Project dokumentiert sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 und beschäftigt sich insbesondere mit den Herausforderungen ihrer Anerkennung, Dokumentation und juristischen Aufarbeitung.

Eine Keynote von Nava Ben-Or vom Dinah Project eröffnet die Veranstaltung und beleuchtet ausgehend vom 7. Oktober die besonderen rechtlichen und beweisrechtlichen Herausforderungen bei konfliktbezogener sexualisierter Gewalt. Im anschließenden Panel diskutieren Nava Ben-Or, Prof. Dr. Jan Ilhan Kizilhan, Naïla Chikhi und Rebecca Schönenbach unterschiedliche Kontexte sexualisierter Gewalt, ihre individuellen und gesellschaftlichen Folgen sowie die Herausforderungen von Anerkennung, Aufarbeitung und Rechenschaftspflicht. Dabei bringen sie Perspektiven aus Recht, Psychologie und Traumaforschung, Frauen- und Menschenrechtsarbeit sowie der Auseinandersetzung mit Islamismus, Extremismus und Terror zusammen.

Auf Englisch; ein Panelbeitrag auf Deutsch mit Verdolmetschung ins Englische.

Ort:
Forum im Axel Springer Neubau
Zimmerstraße 50, 10117 Berlin