Jin, Jiyan, Azadi – Frauen als Trägerinnen der Freiheitsbewegung im Iran
Die Tötung von Jina Mahsa Amini am 16. September 2022 löste eine neue landesweite Protestwelle im Iran aus. Unter dem kurdischen Ruf „Jin, Jiyan, Azadi“ („Frau, Leben, Freiheit“) gingen Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters und aus unterschiedlichen sozialen Schichten auf die Straße. Die Proteste knüpften an eine lange Geschichte des Widerstands gegen das iranische Regime an und verliehen ihr zugleich eine neue gesellschaftliche Breite und Sichtbarkeit.
2026 erreichte die Repression des Regimes einen neuen, traurigen Höhepunkt. Im Januar wurden im Zuge der landesweiten Proteste Tausende Menschen vom Regime getötet. Es folgten Massenverhaftungen, eine beispiellose Internetsperre, Verschwindenlassen, Scheinprozesse und politisch motivierte Hinrichtungen.
Während die Berichterstattung der vergangenen Wochen und Monate vor allem auf geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie die staatliche Ebene blickte, gerät dabei eine entscheidende Dimension aus dem Blick: die iranische Gesellschaft selbst – und allen voran die Frauen, die die Freiheitsbewegung seit Jahrzehnten prägen.
Im Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir gemeinsam mit Expertinnen genau diese Perspektive in den Vordergrund rücken: Wer sind die Frauen, die die Freiheitsbewegung im Iran tragen? Welche Strategien, Netzwerke und Formen des Widerstands haben sich seit 2022 entwickelt? Wie ist die Lage der weiblichen politischen Gefangenen im Iran? Welche Rolle spielen Frauen innerhalb der Gefängnisse und im Widerstand gegen die Repression? Und was kann die internationale Gemeinschaft tun, um politische Gefangene zu unterstützen und ihre Stimmen sichtbar zu machen?
Ort: Folgt.